Unsere Bücher/Texte

 

 

Unsere Bücher und einige Texte

 

Es gibt keine sog. Einzeltitel,  alle Bücher haben wir gemeinsam herausgegeben Das erste Projekt war der Rundbrief 'Neuwied - Güstrow' .

Immerhin - einige Jahre konnten wir durchhalten.

Es gab interessante Begegnungen nach der 'Wende'

 


Unser erstes gemeinsames Buch kam im Geest-Verlag heraus.

Tunnelfahrten

Prosa und Lyrik. So schlecht war die Resonanz damals nicht 1999. Wir hatten keine Ahnung davon, dass dies nicht so bleiben würde. .

Rezension

Dr. Franz von Stockert

Alfred Büngen

Rhein-Zeitung 2000


 


Rund um den Schlüssel

An der Anthologie haben sich über 70 Autoren beteiligt- aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ein Abenteuer, das wir mit Hilfe des Gesst-Verlags und der Verbindungen im 'Weltweiten' bestanden haben.

Ich habe noch vor Augen, wie Alfred Büngen, Leiter des Geest-Verlags, immer wieder den Kofferraum seines Autos öffnete, um neue 'Schlüssel' herauszuholen. Der Verkauf war gut, sehr gut. Nicht zuletzt  dank der Sängerin Violetta Bartsch, die bei der Lesung im Country Hotel, Dernbach bei Dierdorf, eine verbindend Atmosphäre ermöglicht hat

Wir haben die Anthologie dann noch in Bad Ems vorgestellt.

 

Presse

Rhein-Zeitung 20.2.02

Rhein-Lahn-Zeitung 12.07.02

 

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Ausgelotet- fiktive Briefe kamen unter dem Dach des Wiesenburg--Verlages heraus.

Der Verkaufserfolg hielt sich in engen Grenzen.

Trotzdem: Wir haben in Leipzig gelesen- auf der Buchmesse.  Und der Verleger des Wiesenburg - Verlags Werner Schmid -hat das  Lesetalent meines Mannes  erkannt. . "Merkwürdig", meinte er, "Ich habe die Geschichten doch gelesen, aber ich erkenne sie  fast nicht wieder! "

  

Rezensionen

 

Norbert Sternmut

Regina Schleheck

Alisha Bionda

Timo Bader

Liane Mandt eine Meinung

 

 


Mit Von der Zärtlichkeit des Übermorgen

haben wir mit weiteren 28 Autoren einen Blick in die Zukunft gewagt - mit Hilfe von Jens R. Willmann AF-Verlag und wieder  wie bei 'Rund um den Schlüssel ' mIt Hilfe der Internet-Verbindungen. 30 Autoren haben sich überlegt, ob  die 'Zärtlichkeit' auch im Übermogen eine Chance haben würde.

Bei diesem Projekt haben alt und jung zusammen gearbeitet....

  

 

Rezensionen

 

Norbert Sternmut

Regina Schleheck- Antwort auf N.Sternmut

 

Ulrike Stegemann

Ulrike  Stegemann bei Amazon

Bei Literra

 

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Von Paris nach Pento

Hurraa , unser Buch ist da. Wir suchen ganz viele Reisebegleiter. Reisen im Hier und Jetzt, nach Paris zum Beispiel, aber auch ins weite Weltall. Dort gibt es u.a.eine Amöbenkolonie zu entdecken. Man kann auch an einem Gastmahl teilnehmen im alten Rom oder erfahren, ob Walther als Till im Mittelalter eine Chance hat zu überleben...

Mein Mann und ich haben kurz vor dem Tod meines Mannes  einen Band mit Geschichten, Lyrischem und einem Essay bei Wiesenburg herausgegeben(2014).

Näheres dazu erst einmal auf der HP des Wiesenburg-Verlages

http://www.wiesenburgverlag.de/hauptseite.php?category=books&subcat=neuerscheinungen&book_id=483

und bei Amazon

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Und eine Rezension liegt seit dem heutigen Datum (16. 08.14)nun auch vor. Unbedingt lesen!!!

Rezension

Dr.Frank Witzel

Wer die Erzählungen von Marlies Eifert und Georg Grimm-Eifert in dem Erzählungsband „Von Paris nach Pento“ gelesen hat, ist gereist, und zwar auf so unterschiedliche und deswegen so anregende Art und Weise, wie es in der Literatur nicht eben häufig geschieht. Nahe und ferne Ziele haben die Reisen, reale Orte kommen ebenso vor wie Fantasie-Orte. Die Autoren schildern Reisen im zwanzigsten und einundzwanzigsten, aber auch im dreiundzwanzigsten Jahrhundert. Und als ob das nicht schon ungeheuer viel wäre, nehmen die Autoren die Leser auch noch auf Reisen in die Antike, das Mittelalter und die frühe Neuzeit mit. Und wie auf realen Reisen lebt man auch während der Lektüre dieser Wort-Reisen ungeheuer intensiv.

Es geht nach Paris und den Fantasieplaneten Pento, der Frankfurter Hauptbahnhof, auf dem die Reisende unfreiwillig eine Nacht verbringen muss, Rotenburg ob der Tauber und Bremen kommen ebenso vor wie Florenz und Barcelona. Hier geht es um die Kalifornienträume von Jugendlichen, dort um einen Ostfriesen in Algerien. Viele Kilometer, und noch sensationeller eben, durch Jahrtausende, reist der Leser ins antike Rom und das antike Thessalien. Nach Hameln geht es in der Zeit, als die Legende des Rattenfängers spielt, ebenso wie weit in die Zukunft, nämlich ins 23. Jahrhundert, von wo es wiederum auf große Zeitreise ins antike Persien nach Ekbatana geht.

Erzähltechnisch sind die Kurzgeschichten brillant. Auf kleinstem Raum entstehen ganze Welten. Erzähldetails werden eingeführt, die an anderer Stelle wieder aufgenommen werden. Nichts steht zufällig da, sondern wird an anderer Stelle wieder aufgenommen. Auf diesem Gebiet ist vor allem Marlies Eifert eine Meisterin, eine Plot-Meisterin nämlich. Auch kann sie sich in so unterschiedliche Charaktere wie kriminelle Jugendliche versetzen oder eben die vom antiken Persien inspirierte Anna, die sich nicht mehr ans stumpfe, seelenlose Funktionieren in einer Kommune im 23. Jahrhundert anpassen will und kann. Bewundernswert ist auch der Reichtum an Sprachcodes, über den Marlies Eifert verfügt. Dieser reicht eben von der Sprache der kriminellen Jugendlichen, und das sehr authentisch, bis zur der Sprache der rebellierenden, tanzenden und dichtenden Anna in der seelentoten Funktions-Kommune. Eine den Erzählband bereichernder Kontrapunkt gibt es durch den immer wieder aufblitzenden Humor und den Sinn fürs Skurrile und Groteske in den Geschichten Georg Grimm-Eifert. Sowohl, was den Inhalt seiner Geschichten angeht, wie auch in seiner Sprache. Schon in „Paris“, der ersten Geschichte, wird diese Qualität sichtbar. Im zweiten der dort versammelten zwei Berichte befindet sich der Ich-Erzähler Anfang der sechziger Jahre in Paris und wundert sich, warum der Platz der Platz vor Notre Dame, der sonst vor Leuten nur so wimmelt, so gut wie leer ist. Etwas komisch kommt ihm die Sache schon vor. Deswegen geht er zu zwei Polizisten und zeigt vorsichtshalber seinen Ausweis. Als sie ihm, nachdem sie etwas miteinander besprochen hatten, seinen Pass wieder geben, kann er in aller Seelenruhe fast allein die berühmte Kathedrale besichtigen. Später erfährt er, dass de Gaulle die Bürger aufgefordert hatte, zu Hause zu bleiben, weil eine Gruppe von Militärs versuchte, gegen ihn, de Gaulle, zu putschen. Der Simplicissimus aus Deutschland jedoch wusste davon nichts und kommt so zu einem einmaligen Besuch von Notre Dame. Noch skurriler und auch bei weitem wüster geht es in der Geschichte „Barcelona Kick – Fotosafari“ zu. Davon sei an dieser Stelle aber nichts verraten.

Rund um Handlungshöhepunkte in den Geschichten scheint, mal sanft und zurückhaltend, mal drastisch und entschieden, das auf, was im stupiden, seelenlosen Funktionieren in Wirtschaft und Alltagsleben oft an den Rand gedrängt oder plattgewalzt wird, das intensive, zweckfreie und also poetische Erleben von Landschaften und Städten. Damit in unmittelbaren Zusammenhang steht ein meistens ebenso sanfter und unaufdringlicher, mal aber auch wild-poetischer Protest gegen die Marginalisierung derjenigen, die sich dieser Verzweckung und Entseelung des Lebens widersetzen.

Am Ende von „Anahita“ der großartigen Geschichte der Tänzerin und Visionärin Anna, die nach der Zeitreise ins antike Ekbatana aus all diesem ausbricht, heißt es ganz explizit: „Annas Weg: Könnten wir nicht auch??“

 

 


 

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